Ephesos
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| Blick auf das Theater von Ephesos
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Die antike Ruinenstadt Ephesos befindet sich im Westen Kleinasiens und ist daher im engeren Sinne kein Thema für einen Europa-Reiseführer.
Dennoch soll sie hier kurz erwähnt werden, denn einerseits hatte diese einst bedeutende griechische und später römische Stadt einen großen Einfluß auf die Geschicke Europas und andererseits ist sie von Europa aus (z.B. von der griechischen Insel Samos) im Rahmen eines Tagesausfluges gut zu erreichen.
Ephesos wurde vor etwa 3.000 Jahren an der Mündung des Flusses Kaystros gegründet.
Im Verlauf der Geschichte mußte sie mehrere Zerstörungen durch kriegerische Handlungen miterleben.
Aufgrund der Verschlammung des Hafens an der Flußmündung wurde sie außerdem dreimal an jeweils unterschiedlichen Orten komplett neu angelegt.
In ihrer Blütezeit während der Römerzeit beherbergte die Stadt etwa 200.000 Einwohner.
Damit war sie nach Rom und Alexandria die größte Stadt des Römischen Reiches.
Der im Zentrum der zweiten Stadt stehende Tempel zu Ehren der Göttin Artemis zählte zu den sieben Weltwundern der Antike.
Einer der bekanntesten Söhne der Stadt war der griechische Philosoph Heraklit, welcher von etwa 540 bis 480 v. Chr. in Ephesos lebte.
Im Jahre 53 gründete der Apostel Paulus in der Stadt eine christliche Gemeinde.
Auch Maria, die Mutter des Gottessohnes, verbrachte ihre letzten Lebensjahre vermutlich in Ephesos.
Im Jahre 431 war die Stadt Tagungsort des 3. Ökumenischen Konzils, welches unter der Bezeichnung "Konzil von Ephesos" bekannt wurde.
Bereits in der Spätantike begannen die Bewohner Ephesos zu verlassen.
Die verbliebenen Reste der Stadt wurden im 13. Jahrhundert von zentralasiatischen Reiterheeren zerstört.
Im Laufe der Zeit lagerte sich in der verlassenen Stadt Schwemmsand des nahen Flusses ab und bedeckte die Mauerreste.
Erste Ausgrabungen auf dem historischen Gelände erfolgten in den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts.
Bis heute wurde etwa ein Fünftel der einstigen Innenstadt unter der Leitung von österreichischen Archäologen freigelegt und detailgetreu restauriert.
Es sind die Ruinen der dritten Stadt, welche heute von Ihnen besichtigt werden können.
Sie stammen aus der Zeit der Römer.
Diese gaben der Stadt den auch heute noch geläufigen lateinischen Namen "Ephesus".
Wandern Sie auf einer prachtvollen Marmorstraße durch das Zentrum dieser antiken Weltstadt.
Bestaunen Sie dabei so prachtvolle Bauwerke wie das einstige Rathaus, monumentale Tempelanlagen und luxuriöse Badeanstalten, aber auch die Reste eines öffentlichen WCs und eines Freudenhauses.
Die bedeutendsten Bauwerke der Ruinenstadt sind die Bibliothek des Celsus aus dem 2. Jahrhundert und das Theater.
Dieses wurde im griechischen Stil in den Hang des Berges Pion hineingebaut und faßte einst bis zu 25.000 Zuschauer.
Das Theater wird in unseren Tagen während der Sommerzeit für Festspiele genutzt.
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