Der Koloß von Rhodos

Der Koloß von Rhodos war ein riesiges Bronzestandbild des Gottes Helios und eines der sieben Weltwunder der Antike. Der Legende nach stand es an der Einfahrt zum Hafen Mandraki. In einer seiner Hände soll der bronzene Sonnengott eine brennende Fackel gehalten haben. Leider sind keine genauen Informationen über das Aussehen des Koloß überliefert.

Die Geschichte des Koloß ist dagegen relativ gesichert:
Nach der erfolgreichen Abwehr einer Belagerung der Insel Rhodos durch feindliche Truppen beschlossen die siegreichen Rhodier, anläßlich des Sieges ein Standbild zu errichten, welches den Gott Helios verherrlichen sollte. Der Bildhauer Charis aus Lindos erhielt den Auftrag für dieses Werk. Er arbeitete zwölf Jahre lang an der 31 Meter hohen Statue, welche etwa im Jahre 280 v. Chr. vollendet wurde.
Die Einzelteile der Statue wurden vor Ort gegossen. Der Koloß war ein technisches und künstlerisches Meisterwerk.
Sein tatsächlicher Standort war vermutlich nicht die Hafeneinfahrt, sondern der Vorhof des Heliostempels (in der Nähe des heutigen Palastes der Kreuzritter). Doch die wundervolle Statue des Helios stand nur ca. 66 Jahre lang aufrecht. Bei einem Erdbeben im Jahre 226 v. Chr. stürzte die riesige Figur um.

Das Standbild wurde nicht wieder aufgerichtet, sondern blieb jahrhundertelang liegen. Grund dafür war ein Spruch des Orakels von Delphi: "Was gut ruht, soll man nicht von der Stelle bewegen". Noch etwa 900 Jahre lang wurden die Trümmer des Götterstandbildes von den Menschen bestaunt.
Als die Insel Rhodos im Jahre 653 von den Arabern geplündert wurde, schafften diese auch die Überreste des Koloß auf das gegenüberliegende kleinasiatische Festland. Dort wurden die geschichtsträchtigen Bronzeteile an einen jüdischen Altwarenhändler verhökert. Dieser benötigte 900 Kamele für deren Abtransport.


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weitere Informationen:
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